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Förderer und Freunde - wozu?

Förderer und Freunde der Bayerischen Staatsbibliothek? – Braucht die Bibliothek das wirklich? Als staatliche Behörde ist sie doch gut versorgt, kann Jahr für Jahr Millionen für den Erwerb von Büchern, Zeitschriften und anderen Medien ausgeben. Und doch sucht sie über einen Förderverein Hilfe in der Öffentlichkeit. Warum?
 
Nun – blickt die Bibliothek über die Grenzen des täglichen Routinebetriebs hinaus, so steht sie vor Problemen, zu deren Bewältigung, sofern Geld überhaupt Abhilfe schaffen kann, staatliche Mittel nicht oder nur sehr spärlich fließen.
 
Herausforderungen
  • Mehrere Millionen Bände, zahllose Handschriften und Inkunabeln, sind durch natürliche Alterung, Insekten- oder Säurefraß, Krieg oder intensive Benützung so geschädigt, daß sie der Wissenschaft und Forschung nicht mehr zur Verfügung gestellt werden können. Die jährlichen Haushaltsmittel reichen nicht aus, um in absehbarer Zeit auch nur die dringlichsten Fälle restauratorisch und konservatorisch zu behandeln.

  • Pflege und Ausbau der Handschriften- und Inkunabelsammlung, seit alters her Herzstück und Aushängeschild der Bibliothek, sind so gut wie zum Erliegen gekommen. Die Bibliothek kann auf diesem Markt nicht mehr mithalten.

  • Die 1558 gegründete Bayerische Staatsbibliothek mit ihren hervorragenden Altbeständen ist ein Kulturmuseum ersten Ranges. Sie ist aber weitaus mehr. Mit der Bereitstellung aktueller wissenschaftlicher Literatur aus allen Teilen der Welt, mit Zehntausenden laufender Print Zeitschriften und dem Zugriff auf eine jährlich wachsende Zahl elektronischer Zeitschriften und digitaler Dokumente ist sie ein moderner Umschlagplatz aktueller Information, unentbehrlicher Partner für Forschung, Lehre, Wirtschaft, Industrie und Handel
    Das Problem: Noch ist es nicht gelungen, diese Rolle überall dort, wo das Wissen darum wichtig und nützlich wäre, ausreichend bekannt zu machen.

  • Auf dem weltweiten Informationsmarkt kämpft eine Vielzahl von Konkurrenten um Anteile. Die Staatsbibliothek muss sich auf diesem Markt immer wieder neu positionieren. Sie kann das nur, wenn die Öffentlichkeit ihren Stellenwert richtig einzuschätzen weiß und bereit ist, sich dafür angemessen zu engagieren.
Alles in allem sind die Gegenwarts- und Zukunftsprobleme der Bibliothek zu groß, als daß ihre Lösung vom "Staat" allein erwartet werden könnte. Die Bibliothek braucht nach dem Modell der in angelsächsischen Ländern erprobten Public-Private-Partnership Hilfe auch von "privater" Seite. Die Förderer und Freunde der Bayerischen Staatsbibliothek wollen sie ihr verschaffen.