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Signatur: Rar. 4278
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Heinrich Müller: Himmlischer Liebes-kuß oder Übung des wahren Christentums, fliessend aus der Erfahrung Göttlicher Liebe.
Mit einem weit reichern völligem Register und von vielen Druckfehlern corr.
Franckfurt, Leipzig: Joachim Wilde, 1698. 1004 S., 112 Bl., 36 Kupferstiche.
Holzdeckelband mit braunem Lederbezug, Goldprägungen und punziertem Goldschnitt
Signatur: Rar. 4278
 
Die Restaurierung ermöglichte Christine Tacke, Grünwald
 
Der Theologe, Prediger und Erbauungsschriftsteller, Heinrich Müller (1631-1675) schuf mit seinem Werk Himmlischer Liebes-Kuß eines der wichtigsten Trost- und Erbauungsbücher des 17. Jahrhunderts. Müller, Archidiakon (1653) in St. Marien und Professor (1655) an der theologischen Fakultät in Rostock, setzte sich für eine Erneuerung des geistlichen Lebens innerhalb der protestantischen Kirche ein und gilt als Wegbereiter des Pietismus. Der Himmlische Liebes-Kuß enthält zahlreiche in Kupfer gestochene emblematische picturae, deren Bildgehalt jeweils durch eine vierzeilige subscriptio erläutert wird. Erstmals 1674 erschienen, belegen zahlreiche Neuauflagen die Popularität dieses emblematischen Werkes.  
 
Zustand vor der Restaurierung:
  • Das Bezugsleder ist im vorderen Gelenk gerissen und weist in der unteren Rückenhälfte eine große Fehlstelle auf.
  • Das Leder hat sich komplett vom Buchrücken gelöst.
  • Das obere Kapital ist an der Ecke beschädigt und weist eine Fehlstelle auf.
Notwendige Maßnahmen:  
  • Der Buchblock wird von aufliegendem Schmutz gereinigt und anschließend entsäuert.
  • Die Rückenform wird korrigiert, das Kapital wieder am Buchblock verklebt, der alte Rückenbezug mit neuem Leder unterlegt.
  • Die Fehlstelle im Deckel wird mit Holzkitt in passender Farbe ergänzt.
  • Das Buch erhält eine individuell angepasste, säurefreie Schutzkassette.