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Papierkopie - Detaildarstellung

Jahresverzeichnis der an den Deutschen Universitäten
erschienenen Schriften. Hrsg.: Königliche Bibliothek. Berlin: A. Asher & Co.
Bd. X. 15. August 1894 bis 14. August 1895. 310 S.
Bd. XI. 15. August 1895 bis 14. August 1896. 344 S.
Bd. XII. 15. August 1896 bis 14. August 1897. 361 S.
Signatur: Hbl/002.3250-10/12

Kosten der Papierkopie: 209,00 EUR


Gut hundert Jahre lang, von der Mitte des 19. bis weit in die sechziger und siebziger Jahre des 20. Jahrhunderts, bis man endlich die Gefahr erkannte und ernst nahm, wurden BĂŒcher und Zeitschriften nicht mehr, wie bis dahin ĂŒblich, auf Hadernpapier, sondern auf industriell gefertigtes Papier gedruckt. In solchem - billig und in großen Mengen herzustellendem - Papier bilden sich im Laufe der Jahre SĂ€uren, die das Papier von innen her zerstören. Es vergilbt, wird brĂŒchig und zerfĂ€llt. Starke BenĂŒtzung und negative UmwelteinflĂŒsse beschleunigen die Zerstörung.

Der Papierzerfall ist ein globales Problem allerersten Ranges, auf kultureller Ebene vergleichbar mit dem Waldsterben oder dem gefĂŒrchteten Ozonloch. Rund 60 Millionen BĂ€nde in den wissenschaftlichen Bibliotheken Deutschlands sind betroffen.

Die Situation an der Bayerischen Staatsbibliothek
  • Dreieinhalb Millionen BĂ€nde sind vom Papierzerfall bedroht oder bereits geschĂ€digt.
  • Rund 1,5 Mill. BĂ€nde sind bereits brĂŒchig, d.h. nicht mehr benĂŒtzbar. Alles, was man noch tun kann, ist, den Informationsgehalt durch eine Ersatzform (Papierkopie, Mikrofilm oder -fiche, Digitalisat) zu retten.
  • Rund 2,0 Mill. BĂ€nde sind mehr oder minder stark vergilbt, können aber noch im Original erhalten werden.
  • Rund 340.000 BĂ€nde weisen erhebliche EinbandschĂ€den auf.
Um die knappen Mittel möglichst effektiv einzusetzen, versucht man, vorrangig jene BĂŒcher und Zeitschriften zu retten, deren Bedeutung fĂŒr die Bayerische Staatsbibliothek als zentrale Landesbibliothek und internationale Forschungsbibliothek besonders hoch und deren Zustand besonders besorgniserregend ist.