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Signatur: Mus.ms. 23154-1/2
Ermanno Wolf-Ferrari: La Sulamite. (1898)
Autographe Musikhandschrift
Signatur: Mus.ms. 23154-1/2
 
Die Restaurierung ermöglichten die  Società Dante Alighieri, Comitato di Monaco di Baviera e.V., Dr. Otto Bernecker, München, Klaus Fleckenstein, Innig am Ammersee, Christoph Hillenbrand, München, Gertrud Richartz-Mehl, Bad Tölz, Uta M. Sterling, München, eine hochherzige Mäzenin aus München und die zahlreichen Spenderinnen und Spender anläßlich des Benefizkonzertes in St. Bonifaz, München, am 27. März 2007.
 
Die Bayerische Staatsbibliothek sammelt seit Jahrzehnten das Werk von Ermanno Wolf-Ferrari (1876-1948), dessen Leben und musikalisches Schaffen aufs engste mit der Stadt München verbunden sind. Nach seinem Studium an der Münchener Akademie der Tonkunst bei Josef Gabriel Rheinberger in den Jahren 1892 bis 1895 hielt sich Ermanno Wolf-Ferrari für einige Jahre in Mailand auf, wo er seinen Lebensunterhalt mit der Leitung eines deutschen gemischten Chores verdiente. Dieser Tätigkeit verdanken wir seine wenigen geistlichen Chorkompositionen, darunter als eines der Hauptwerke jener Zeit die großangelegte biblische Kantate La Sulamite - in der Partiturreinschrift unter dem Titel Il cantico dei cantici - op. 4 (1898) für Soli, Chor und Orchester. Der lateinische Text des 1898 in Hindelang vollendeten und 1899 in Venedig uraufgeführten Werkes entstammt dem Hohelied Salomonis. 1899 erschien La Sulamite im Mailänder Verlag Fantuzzi.

Im Rahmen der Erwerbung einer bedeutenden Sammlung mit Musikhandschriften von Wolf-Ferrari gelangte die vollständige, eigenhändige Partiturreinschrift des Werkes in die Bayerische Staatsbibliothek. Die Partitur im Format 22,5 x 31 cm umfaßt 202 Seiten. Auf den Seiten 3 bis 6 finden sich Datierungen, Besetzungsangaben und eine Erklärung, warum die Partitur mit verschiedenfarbiger Tinte geschrieben ist: Die in blauer Tinte notierten Klarinetten 1 und 2 und die in roter Tinte notierten Blechbläser (3 Trompeten, 4 Posaunen) können bei Aufführungen entfallen. Auf den Seiten 7 bis 10 hat Wolf-Ferrari den vollständigen Text des Werkes niedergeschrieben.

Zustand vor der Restaurierung:

Die gebundene Partitur wurde durch Feuchtigkeit stark beschädigt, das Papier ist geschwächt, Farbstifteintragungen sind ausgelaufen, Schimmelbefall hat Flecken verursacht. Der originale Halbledereinband auf Pappe ist schimmelfleckig, im Falz gebrochen und an den Kanten aufgestoßen.
 
Notwendige Maßnahmen:
  • Buchblock auseinandernehmen und trocken reinigen.
  • Blätter einzeln ethanolisch sprühen.
  • Risse schließen.
  • Blattränder stabilisieren.
  • Buchblock neu heften.
  • Einband restaurieren.