Signatur: 2 Inc.c.a. 3629

Ansicht 1Mit Kommentar, Widmungsbrief an Kardinal Raffaele Riario, Kardinal Francesco Gonzaga und mit Nachwort an die Leser von Petrus Marsus; Laelius de amicitia. Mit Kommentar von Omnibonus Leonicenus; Cato maior de senectute. Mit Kommentar von Martinus Phileticus; Paradoxa Stoicorum. Mit Kommentar von Omnibonus Leonicenus.
Venedig: Bartholomaeus de Zanis, 23.1.1498
Bei der Restaurierung halfen:
Ingeborg Pleischl, Unterhaching, Dr. Marion Giebel, Pullach
Die Inkunabel enthält vorwiegend Texte des berühmten Staatsmanns und Rhetorikers Marcus Tullius Cicero (106-43 v. Chr.) mit Kommentaren humanistischer Gelehrter. Gedruckt und verlegt wurde das Werk 1498 in Venedig bei Bartholomaeus de Zanis bzw. 1496 bei Benedikt Hektor Faelli in Bologna. Der mit Schafleder halbbezogene Holzdeckelband mit blindgeprägtem, also farblosem Dekor entstand in Italien.
- Die erste und die letzte Lage sind lose.
- Die erste Blattlage ist durch Schimmelbefall geschwächt.
- Die Heftbünde sind gebrochen.
- Die Fäden am Kapital sind beschädigt.
- Da Kapital und Heftung in einem Arbeitsgang hergestellt wurden, ist die gesamte Heftung des Buches gefährdet.
- Der Band zeigt Spuren einer früheren Reparatur:
- Der Vorderdeckel ist mit dem Teil eines fremden Buchdeckels ergänzt.
- Den brüchigen Rückdeckel hat man versucht mit einer Faserpaste zu festigen.
- Der Buchrücken ist mit einem Lederstreifen ergänzt, von dem nur noch Reste erhalten sind.
- Die losen Lagen neu aufheften.
- Risse im Papier schließen, Fehlstellen ergänzen.
- Die durch Schimmel geschwächten Partien der ersten Lage festigen.
- Die gebrochenen Bünde verlängern.
- Die Kapitalfäden so festigen, daß die Heftung zwar gesichert wird, die ursprüngliche Kapitaltechnik aber noch erkennbar bleibt.
- Die Fehlstelle im Rückdeckel mit neuem Holz schießen.
- Kleinere Fehlstellen und brüchige Stellen mit einer Faserpaste ergänzen und sichern.
- Die Fehlstelle am Rücken mit neuem Leder unterlegen.

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