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Signatur: 2 Inc.c.a. 3287 a
Alexander Carpentarius: Destructorium vitiorum
Nürnberg: Anton Koberger, 20.9.1496
Holzdeckelband ganzbezogen mit Leder und Blindprägung; gerahmte Goldgrundinitialen; rote und blaue Lombarden; handschriftliche Glossen
Signatur: 2° Inc.c.a. 3287 a
 
Die Restaurierung ermöglichte Hans-Ulrich Wegener, München.
 
Der englische Geistliche Alexander Carpentarius, auch bekannt als Alexander Anglicus lebte und wirkte im 15. Jahrhundert. In seinem Werk Destructorium vitiorum erörterte er die Sieben Todsünden Hochmut, Geiz, Neid, Zorn, Wollust, Völlerei und religiös-sittliche Trägheit. Mit dieser um 1429 entstandenen didaktischen Schrift richtete er sich gegen die zeitgenössische Moral der Priesterschaft und thematisierte dabei Grundsätze des Glaubens mit dem Ziel einer Verbesserung der Sitten. Die erste Ausgabe wurde 1480 von Ludwig Renchen in Köln gedruckt, gefolgt von einer zweiten im Jahr 1485. Die dritte Ausgabe erschien 1496 in der Offizin des bekannten Nürnberger Druckers Anton Koberger.
 
Zustand vor der Restaurierung:
  • Der Buchblock ist an dem oberen Schnitt und den Blatträndern verschmutzt.
  • Das erste Blatt des Buchblocks klebte ursprünglich als Spiegel auf der Deckelinnenseite. Es wurde dann mit einem säurehaltigen Papier am ersten Blatt vorgeklebt.
  • Der Heftfaden der ersten Lage ist gerissen.
  • Der hintere Spiegel hat Fehlstellen und Risse.
  • Der Bezug ist am vorderen Gelenk gerissen und weißt im Rückenbereich größere Fehlstellen auf.
Notwendige Maßnahmen:
  • Der Buchblock wird trocken gereinigt.
  • Die gelockerte erste Lage wird abgenommen und nach Ablösen der Falzverklebung neu geheftet.
  • Die Risse und Fehlstellen des hinteren Spiegels werden gesichert.
  • Der Rückenbezug wird angehoben und mit einem neuen Leder unterlegt. Der Originalrücken wird anschließend übertragen.