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Die Gefährdung wertvoller Einzelstücke

Vor viereinhalb Jahrhunderten erwarb Herzog Albrecht V. mit der Büchersammlung des Humanisten Johann Albrecht Widmanstetter die ersten Handschriften und Drucke für seine Münchener Hofbibliothek. Heute besitzt die Bayerische Staatsbibliothek rund 37.000 abendländische, 16.200 orientalische, 36.200 Musikhandschriften sowie mehr als 18.000 Inkunabeln (Frühdrucke aus den Jahren 1450-1500), dazu zahllose weitere Stücke von größtem, oft nicht - oder nur schwer - zu bezifferndem Wert.
 
Viele davon sind durch natürliche Alterung, intensive Benützung, Insektenfraß und Kriegseinwirkung stark geschädigt,  manche so sehr, daß sie der Wissenschaft und Forschung nicht mehr zur Verfügung stehen. Ihnen gilt die besondere Sorge der Bibliothek. Ihre Restaurierung verlangt behutsames, äußerst sorgfältiges, dem jeweiligen Stück angepaßtes Vorgehen. Ziel ist die möglichst originalgetreue Wiederherstellung des ursprünglichen Zustands. Nach dieser Vorgabe richten sich die verwendeten Materialien und Techniken, allerdings auch Aufwand und Kosten.