Schnellzugriff

Bereichsmenü

Das Vereinsjahr 2000

Alles in allem war das Vereinsjahr 2000 ein durchaus erfreuliches Jahr, ruhig, ohne Turbulenzen, fast schon Routine. Die wichtigste Hürde, die Prüfung des Finanzgebarens der Förderer und Freunde durch das Finanzamt München für Körperschaften, konnte im Frühjahr ohne Beanstandungen genommen werden. Die im November 1998 "vorläufig" zuerkannte Steuer- und Spendenbegünstigung wurde bis auf weiteres bestätigt, erfreulich für unsere Spender, deren Gutherzigkeit somit auch weiterhin steuermindernd zu Buche schlägt. 165.400 DM hatte das Spendenaufkommen 1999 betragen, und die Skepsis war groß, ob dieses Ergebnis so schnell wieder erreicht werden könnte. Nun, im zurückliegenden Jahr 2000 wurde es sogar noch übertroffen. Mehr als 200.000 DM sind an Spenden eingegangen, zumeist zweckgebunden, d.h. für den Verein nicht gänzlich frei verfügbar, doch war es auf diese Weise möglich, die Orientsammlung der Bayerischen Staatsbibliothek merklich zu bereichern und der im Sommer gezeigten Ausstellung  Schrift-Stücke. Informationsträger aus fünf Jahrtausenden, insbesondere der Eröffnungsveranstaltung im Kaisersaal der Residenz, einen Rahmen zu verleihen, auf den sie ohne diese Spenden verzichten hätte müssen.
  • Für die weitere Erschließung der Nachlässe Julius Grosse und Georg Britting: DM 7.000
  • Für die Restaurierung der  Hartmann-Schedel-Handschrift Clm 522: DM 2.100
  • Für die Ausstellungen des Jahres 2000: DM 69.500
  • Für den Erwerb indischer und tibetischer Bücher: DM 67.510
Dennoch bleibt manches zu wünschen übrig. Schön beispielsweise wäre es, wenn das Beitragsaufkommen ähnlich hoch wäre wie das an Spenden. Tatsächlich bleibt es mit 46.180 DM weit dahinter zurück. Die Zahl der Mitglieder ist also noch keineswegs zufriedenstellend. Unser aller persönliche Initiative ist in diesem Punkt gefragt. Gibt es im Kreis der Bekannten- und Verwandten nicht noch den einen oder die andere, die für die Ziele der Förderer und Freunde zu gewinnen wären? Geringer als erhofft war auch das Echo auf unser Werben für Buchpatenschaften, d.h. die Bitte um praktische und schnelle Hilfe für gefährdete, selbst auszuwählende Titel und Bände der Bayerischen Staatsbibliothek. Vielleicht war es vermessen in diesem Punkt mit den Berliner Bachhandschriften zu konkurrieren, für die eine professionelle Marketingagentur die Werbetrommel rührt, und vielleicht sind die fast 14.000 DM, die dem Verein auf diesem Weg zugeflossen sind, unter den gegebenen Umständen ein doch recht achtbares Ergebnis. Reizvoll, lehrreich und kurzweilig zugleich jedenfalls war - um mit etwas rundweg Erfreulichem zu schließen - die Bibliotheksfahrt nach Ottobeuren am 2. Juli. Ähnliches sollten wir im Jahr 2001 auf jeden Fall wieder versuchen.